Kategorie: Diagnose

(28) Histamin-Intoleranz: Der Wolf im Schafspelz (Teil 3)

In den ersten beiden Teilen haben Sie die möglichen Symptome einer Histaminunverträglichkeit kennengelernt und Anteil an meiner eigenen Leidensgeschichte – aber auch Erfolgsgeschichte – genommen.

Heute erfahren Sie, welche weiteren Ursachen und mögliche Therapien es gibt, eine Histaminunverträglichkeit erfolgreich zu behandeln. Und ich erzähle Ihnen, wie ich wieder ganz gesund wurde und was ich mache, um gesund zu bleiben.

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Welche Faktoren gibt es, die unseren Histaminstoffwechsel beeinflussen?

Es gibt auch eine Vielzahl von Medikamenten, die bewirken, dass unser Histaminspiegel im Blut ansteigt und zu unangenehmen Symptomen führt. Darunter fallen viele Schmerzmittel, schleimlösende Medikamente, Narkosemittel und Röntgenkontrastmittel sowie Antibiotika, um nur einige zu nennen.

Auch Stress, Tabakrauch, Luftverschmutzung, große körperliche Anstrengungen sowie Duftstoffe und andere Chemikalien und große Hitze und Kälte beeinflussen ebenfalls unseren Histaminstoffwechsel.

Gibt es Medikamente, die bei einer Histaminintoleranz helfen?

Meines Wissens nach gibt es Nahrungsergänzungsmittel, welche das Histamin abbauende Enzym DAO enthalten.

DAO ist ein Enzym, das der menschliche Körper normalerweise auch selbst produziert. Aber manchmal kommt es vor, dass der Körper bei einer Histaminintoleranz dieses Enzym eben nicht in ausreichender Menge selbst produzieren kann.

Die Vorteile eines Nahrungsergänzungsmittels mit DAO

  • Bei Einnahme direkt vor einer Mahlzeit kann das mit dem Lebensmittel eingenommene Histamin bereits in der Nahrung teilweise abgebaut werden.
  • Das DAO-Molekül kann aufgrund seiner Größe nicht durch die Darmwand in das Körpergewebe gelangen und es wirkt folglich nur im Darm.

Die Nachteile eines Nahrungsergänzungsmittels mit DAO

DAO ist empfindlich gegenüber chemischen Einflüssen. Es wirkt daher nur bei einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt.

Was ein Nahrungsergänzungsmittel mit DAO nicht kann

Es ist wirkungslos gegenüber Histamin,

  • das bereits aufgenommen wurde
  • das aus Mastzellen freigesetzt wird
  • und … die die Enzymaktivität hemmen.
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So hilft die Naturheilkunde

Ich habe festgestellt, dass bei den meisten Patientinnen und Patienten, die mich wegen Allergien jeglicher Art aufsuchen, oft eine Histaminintoleranz eine Rolle spielt. Und diese wiederum ist in aller Regel die Folge einer Darmfunktionsstörung aufgrund einer Bakterienfehlbesiedelung.

Und genau diese Ursache war auch der Grund meiner jahrelangen Leidensgeschichte. Erst nachdem ich meinen Körper, und insbesondere meinen Darm, von allen störenden Einflüssen gereinigt hatte, konnte ich mich erholen. Heute bin ich vollkommen beschwerdefrei. Ich kann wieder alles essen und trinken ohne irgendwelche lästigen allergischen Reaktionen zu entwickeln.

Dieser Therapieplan führte zum Erfolg

Nachdem ich erkannte, dass ich unter einer Darmfehlbesiedelung – auch Darmdysbiose genannt – litt, fing ich an, meinen Darm nach und nach zu sanieren.

Der erste Schritt war eine Ausleitungskur. Hier nahm ich sechs Wochen lang Medikamente ein, die meine Ausscheidungsorgane (wie z. B. Leber, Lymphe, Darm und Nieren) in ihrer Arbeit unterstützten.

Schon in dieser Zeit begann ich mit dem morgendlichen Ölziehen. Ich nahm gleich nach dem Aufstehen und noch vor dem Zähneputzen einen Teelöffel Speiseöl mit einem Tropfen Thymian-Öl ein. Das Thymian-Öl tötet mögliche Pilze ab, die sich auf der Zunge und im Mundbereich befinden.

Hätte ich das nicht gemacht, wäre meine Darmsanierung sicherlich nicht so erfolgreich verlaufen. Denn die Pilze, die sich z. B. auf der Zunge befinden, werden jedes Mal im Körper verteilt, wenn wir schlucken. Und diese Pilze können sich auch immer wieder im Darm ansiedeln.

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Auf den Diätplan kommt es an

Nach der Ausleitungskur hielt ich für vier Wochen strengste Diät. Dies bedeutet, dass ich keinerlei Zucker zu mir nahm. Auch aß ich keine Lebensmittel die im Körper in für die Pilze verwertbaren Zucker verwandelt werden. Zu diesen Lebensmitteln gehören z. B. alle herkömmlichen Getreideformen, allen voran der Weizen. So aß ich in dieser Zeit weder Brot noch Kuchen noch Nudeln.

Während dieser vier Wochen behielt ich das morgendliche Ölziehen bei. Außerdem nahm ich noch ein weiteres Mittel ein, das die im Darm befindlichen Pilze zusätzlich bekämpfte, nämlich kolloidales Silberwasser.

Nach Abschluss der Behandlung nahm ich einige Zeit lang Medikamente, insbesondere Bakterienkulturen ein, die meinem Darm halfen, sich wieder schnell zu erholen und eine gesunde Flora aufzubauen.

Heute achte ich darauf, zweimal jährlich eine Ausleitungskur zu machen und meinen Darm im Gleichgewicht zu halten. Und mit dieser Methode bin ich seit Jahren beschwerdefrei.

Finden Sie Ihre Ursache und Ihre eigene Therapie

Wenn Sie schon lange unter lästigen Symptomen aller Art leiden, für die man noch keine Ursache hat finden können, dann könnten Sie doch einmal schauen, ob nicht auch bei Ihnen ein erhöhter Histaminspiegel eine Rolle spielt. Oder ob Ihr Darm Ihr Wohlbefinden beeinflusst. Oder, oder, oder…

Schnelle und richtige Antworten finden Sie z. B. mit der Kinesiologie oder anderen Testmethoden. Eine Übersicht aller von mir vorgestellten Testmethoden finden Sie unter: www.coaching-witschas.com/blog in den Folgen 25 und 26.

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Und noch ein Tipp zum Schluss

Während meiner Leidenszeit bin ich auf eine Webseite gestoßen, die mir sehr geholfen hatte, mich histaminfrei zu ernähren: www.histaminintoleranz.ch

Hier finden Sie viele (schulmedizinische) Informationen, die Ihnen einen ersten Überblick verschaffen. Ebenso finden Sie dort auch die ausführliche Lebensmittelliste und das erwähnte Kochbuch.

Ich wünsche Ihnen, dass auch Sie Ihre gesundheitlichen Ziele erreichen. Nichts muss bleiben, wie es ist oder schon immer war. Es liegt an Ihnen, ob Sie sich einer Diagnose ergeben und sich dieser Diagnose nach verhalten oder nach einer Lösung suchen.

Gerne bin ich für Sie da, wenn Sie Unterstützung brauchen.

Es grüßt Sie ganz herzlich
Ihre Susanne Witschas

Und hier geht es zu meinem Coaching-Blog
www.coaching-witschas.com/blog

(27) Histamin-Intoleranz: Der Wolf im Schafspelz (Teil 2)

Im ersten Teil dieser Artikelserie hatte ich Ihnen erzählt, wie sich mein Gesundheitszustand Jahr für Jahr verschlechterte, ohne dass es einen ersichtlichen Grund gab. Aus medizinischer Sicht gab es nichts Auffälliges, obwohl ich eindeutig alle Symptome eines „Heuschnupfens“ hatte.

Erst der Hinweis auf einen möglichen Zusammenhang zu meinem erhöhten Histaminspiegel half mir, wieder zu Kräften zu kommen, sodass alle meine Symptome mit der Zeit verschwanden.

Bevor ich Ihnen verrate, was ich gemacht habe, möchte ich Ihnen erklären, was genau man unter einer Histaminunverträglichkeit versteht.

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Auf den Unterschied kommt es an

Man unterscheidet einmal in Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten (Nahrungsmittel-Intoleranzen):

Hier können bestimmte Nahrungsbestandteile nicht oder nicht vollständig aufgenommen bzw. nicht vollständig verdaut werden, weil Verdauungsenzyme fehlen. Hierunter gehören unter anderem die Unverträglichkeiten gegenüber Laktose, Fruktose und auch Histamin.

Dann gibt es Nahrungsmittel-Allergien:

Das ist eine besondere Form der Unverträglichkeit. Es kommt zu einer immunologischen Reaktion auf kleinste Spuren eines Auslösers, wie z. B. auf Nüsse. Das Immunsystem reagiert dann so heftig, dass es zu einem „anaphylaktischen Schock“ kommen kann, der auch tödlich enden kann. Diese Form der Allergie muss sofort notärztlich behandelt werden.

Was ist Histamin?

Histamin ist ein körpereigener Stoff der in bestimmten Zellen gespeichert wird, um im Bedarfsfall schlagartig freigesetzt zu werden. Bei allen allergischen Reaktionen wird Histamin in großen Mengen ausgeschüttet und in unser Blut abgegeben. Über das Blut gelangt das Histamin zu unseren Immunabwehrzellen und informiert sie darüber, dass sich in unserem Körper fremde und/oder schädigende Substanzen befinden.

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Was sind die körperlichen Ursachen eines gestörten Histamin-Stoffwechsels?

Eventuell liegt eine Störung der Zellen vor die Histamin speichern. Diese Zellen schütten dann wegen eines Gendefekts ständig Histamin aus oder die Zellen vermehren sich übermäßig, wandern ununterbrochen durch den Körper und setzen auch hier ständig Histamin frei.

Ein anderer Grund könnte sein, dass die Enzyme, die das in unserem Blut befindliche Histamin wieder abbauen, nicht oder nicht ausreichend vorhanden sind.

Und der dritte Grund – und nach meiner Meinung der häufigste Grund – ist eine Fehlbesiedelung unseres Darms mit schädlichen Mikroorganismen, die ebenfalls Histamin herstellen und in unser Blut abgeben. Oder es kommt zu einer durchlässigen Darmwand. Dadurch können Bestandteile, die im Darm verbleiben sollten in unsere Blutbahn geraten. Wenn das passiert, schüttet der Körper wieder Histamin aus, da diese Bestandteile nicht in unser Blut gehören.

Was genau passiert bei einem erhöhten Histamingehalt im Blut?

Der Körper ist nicht in der Lage, all das überschüssige Histamin vollständig abzubauen. Der Histaminspiegel in unserem Körper ist nun so weit vom Idealbereich entfernt, dass das Wohlbefinden und/oder die körperlichen und geistigen Funktionen über das normale Maß hinaus beeinträchtigt werden.

Die Histamin-Unverträglichkeit ist keine Allergie!

Es handelt sich im engeren Sinn um eine „Vergiftung“ durch einen Botenstoff, den der Körper nicht auf dem Sollwert halten kann.

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Ist Histamin auch außerhalb unseres Körpers zu finden?

Ja.

Es gibt Lebensmittel, die von Natur aus Histamin enthalten, wie z. B. Gärungs-, Reifungs- oder Verderbnisprodukte.

Dann gibt es Lebensmittel die die histaminspeichernden Zellen dazu aktivieren, ihr Histamin freizusetzen.

Außerdem gibt es Lebensmittel, die die Ausschüttung der Enzyme hemmen, die Histamin abbauen sollen.

Und zu guter Letzt können Lebensmittelzusatzstoffe ebenfalls den Histaminspiegel ansteigen lassen.

Ernährungsumstellung: Der erste Schritt auf meinem Weg zur Genesung

Nach vielen kinesiologischen Tests war mir klar, dass ich eine Histaminunverträglichkeit hatte und befasste mich intensiv mit diesem Thema.

Bei meiner (seltenen) Recherche im Internet fand ich eine umfangreiche Liste aller Lebensmittel und Zusatzstoffe, die einen Anstieg des Histaminspiegels verursachen können. Ich bestellte mir auch ein Kochbuch für Menschen mit einer Histaminunverträglichkeit.

Mein eiserner Wille war gefragt

So pragmatisch wie ich bin, druckte ich mir die vielen Seiten aus und ging mit dieser Liste ab sofort einkaufen. Es war ausgesprochen mühsam, alle Lebensmittelinhaltsstoffe mit dieser Liste abzugleichen. Ich musste zu meinem Entsetzen feststellen, dass ich fast keine verarbeiteten Lebensmittel kaufen konnte. Selbst im Käse fand ich Zusatzstoffe, die bei einer Histaminunverträglichkeit besser zu meiden wären.

Völlig frustriert entschied ich mich, fortan nur noch unverarbeitete Lebensmittel zu kaufen und mich nach dem Kochbuch zu richten. Mit der Zeit hatte ich doch tatsächlich großen Spaß an der ganzen Sache. Und Gründe dafür gab es sehr viele.

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Die ersten positiven Veränderungen stellen sich ein

Zunächst bemerkte ich, dass mein Geschmacksempfinden wieder zurückkam. So genoss ich an einem Mittag einmal einen Blumenkohl, der noch nicht einmal gesalzen war. Ich war so begeistert von dem intensiven Geschmack, dass ich mich fragte, ob ich mir das nicht alles einbilde.

Nach ca. 6 bis 8 Wochen stellte ich fest, dass ich begann abzunehmen. Ich war zwar noch nie übergewichtig, aber die fünf Pfund, die ich dauerhaft verlor, trugen natürlich noch zu meinem Wohlbefinden bei.

Und der letzte und beste Grund, warum ich mir das alles antat, war der, dass es innerhalb von zwei bis drei Wochen zu einer so starken Verbesserung meines Gesundheitszustandes kam, dass es mich tatsächlich sprachlos machte.

Die Euphorie schwindet langsam

Dass so eine Ernährungsumstellung auf Dauer auch sehr anstrengend sein kann, muss ich nicht erwähnen. Auch ich hatte die ein oder andere Herausforderung zu meistern, wenn ich mit Freunden ausging und nichts oder fast nichts essen konnte bzw. nur stilles Wasser trinken konnte.

Ich forschte also weiter und fand die Ursache meiner Histaminunverträglichkeit. Es waren nicht die Lebensmittel und die Zusatzstoffe, es war etwas völlig anderes. Was es war und welche Behandlung mir half, erfahren Sie im nächsten Teil dieser Serie. Alle interessanten Links zu diesem Thema finden Sie ebenfalls im nächsten Artikel.

Finden Sie selbst heraus, was Ihrer Gesundheit schadet

Vielleicht möchten Sie die Zeit nutzen und einmal testen, ob eines der folgenden Ursachen Ihren Histaminspiegel oder Ihre Gesundheit negativ beeinflussen:

  • Lebensmittel
  • Zusatzstoffe in Lebensmittel
  • Medikamente
  • Enzymmangel
  • Gendefekt
  • Darm
  • oder andere als die hier aufgeführten Ursachen.

Unter der Kategorie „Übungen“ in diesem Blog und in meinem Coaching-Blog finden Sie eine Vielzahl verschiedener Testmethoden.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und viele nützliche Erkenntnisse.

Und bei Fragen können Sie sich selbstverständlich wie immer gerne an mich wenden.

Es grüßt Sie herzlich
Ihre Susanne Witschas

Und hier geht es zu meinem Coaching-Blog
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(26) Histamin-Intoleranz: Der Wolf im Schafspelz (Teil 1)

Wann genau ich bemerkte, dass sich mein Gesundheitszustand zu ändern begann, weiß ich heute nicht mehr so genau. An was ich mich noch erinnern kann war, dass es damit anfing, dass ich morgens einige Male niesen musste. Das hat mich zu Beginn nicht weiter gestört.

Ich beginne, auf meinen Körper zu hören

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Mit den Jahren hatte ich morgens immer öfter eine verstopfte Nase und die Niesanfälle dauerten etwas länger. Zu der Zeit war ich Ende zwanzig und kam nicht umhin, mir doch einige Gedanken über dieses kleine lästige Morgenritual zu machen.

Mit den Jahren hatte ich auch abends diese Niesattacken und die Nase fing an zu laufen. Nachts hatte ich dann eine durchgehend verstopfte Nase und das Nasenspray hatte einen festen Platz auf meinem Nachttisch.

Irgendwann stellte ich fest, dass ich auch Niesattacken, eine verstopfte und triefende Nase während den Mahlzeiten hatte. Und ganz langsam schlich sich auch ein Hustenreiz ein. Manchmal hatte ich einen Reizhusten schon während des Essens. Immer öfter hatte ich nachts starke Hustenanfälle, die mich lange Zeit vom Schlafen abhielten.

Von Arzt zu Arzt

So langsam wurde mir das zu viel. Zuerst dachte ich, ich hätte einen Heuschnupfen und machte alle erdenklichen Test. Das Ergebnis war ernüchternd: Ich hatte eine Nickelallergie und war gegen Ziegenhaare allergisch. Na toll, dachte ich. Eine Nickelallergie würde eine lokale Reizung verursachen, und der Kontakt zu Ziegen hielt sich auch in Grenzen.

Außerdem, so sagte mir der Hautarzt ganz nebenbei, sei mein Histaminspiegel erhöht. Aber das sei nichts Besonderes. Das ist bei allen Allergikern der Fall. Da könne man nichts machen und es hätte auch keine Auswirkungen. Zu dieser Zeit war ich noch keine Heilpraktikerin und habe das Gesagte einfach akzeptiert und erst einmal nicht weiter darüber nachgedacht.

Die Zeit vergeht und nichts wird besser

Viele Jahre lang hat sich mein Zustand nicht verändert. Ich hatte mich an die Niesattacken und die Hustenanfälle gewöhnt. Dann begann ich mit meiner Heilpraktikerausbildung und mein Blickwinkel begann sich zu ändern.  Es dauerte noch einige Jahre, bis ich über Umwegen tatsächlich die Ursache meiner massiven Heuschnupfensymptome fand und die passende Behandlung.

In diesen Jahren war es so, dass ich inzwischen rund um die Uhr an zwölf Monaten im Jahr eine verstopfte, laufende Nase hatte, gerötete Augen, Juckreiz am Gaumen und in den Ohren und nachts so starke Hustenanfälle, dass ich auch das ein oder andere Mal tatsächlich nach Atem ringen musste.

Inzwischen war ich bereit, alles zu tun, nur um diese lästigen Symptome loszuwerden. Ich dachte sogar darüber nach, meinen Hausarzt zu bitten, mir Medikamente zu verordnen, die meine Symptome einfach nur unterdrücken. Ich hatte zu dieser Zeit keine Energie mehr, nach der Ursache zu suchen. Damals war ich Anfang vierzig.

Die Ursache wird gefunden

Wie es der Zufall so will, hatte ich mich zu dieser Zeit zu einer Fortbildung an unserer Heilpraktikerschule angemeldet. Der Kursleiter war ein Heilpraktiker alter Schule, der schon seit längerem im Ruhestand war. Aber da ich ihn schon immer einmal kennenlernen wollte, weil ich nur Gutes über ihn gehört hatte, meldete ich mich zu diesem Seminar an. Und siehe da: Hier fand ich heraus, dass die Ursache meiner Symptome ein zu hoher Histaminspiegel sei. Und dieses Histamin aktivierte rund um die Uhr mein Immunsystem, das dann einfach alles bekämpfte was es finden konnte und mir diese unangenehmen Symptome bescherte.

Die Ursache der Ursache findet sich ebenfalls

Aber das war noch nicht alles. Zuerst habe ich mich mit dem Thema Histamin beschäftigt und meine Ernährung umgestellt. Dadurch ging es mir innerhalb weniger Wochen sehr viel besser. Ich kam wieder zu Kräften und konnte nach der Ursache des erhöhten Histaminspiegels forschen. Und ich habe sie glücklicherweise gefunden.

Welche Ursache das war, wie ich Schritt für Schritt vorgegangen bin und was mir erfolgreich geholfen hat, werde ich Ihnen nach und nach erzählen. Für heute möchte ich damit enden, Ihnen mögliche Symptome einer Histaminunverträglichkeit zu nennen. Dies wird nur ein kurzer Überblick sein und ist bei weitem nicht vollständig.

Wie macht sich eine Histaminunverträglichkeit bemerkbar?

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Die Symptome können einer Erkältung, einer Allergie oder einer Lebensmittelvergiftung gleichen.

Sie treten entweder unmittelbar mit der Nahrungsaufnahme oder zeitverzögert auf.

Die Symptome können fallweise oder auch chronisch verlaufen und in ihrer Intensität schwanken.

All dies macht es den Betroffenen schwer, einen Zusammenhang mit der Ernährung herzustellen.

Typische Leitsymptome einer Histaminintoleranz sind:

  • eine anschwellende Nasenschleimhaut, eine laufende Nase, Niesen und Auswurf
  • Hustenreiz, Atembeschwerden
  • Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen, Sodbrennen
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Juckreiz, Hautausschlag, Hautrötungen (Flush im Gesicht)
  • Herzrasen, Herzstolpern, Herzklopfen, Blutdruckabfall
  • Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel
  • Hitzewallungen, Schweißausbrüche, gestörtes Temperaturempfinden
  • Schlafstörungen, Müdigkeit
  • Menstruationsbeschwerden
  • Ödeme (Schwellungen, Wasseransammlungen)

Könnte ein erhöhter Histaminspiegel auch Ihren Gesundheitszustand beeinflussen?

Wenn auch Sie immer irgendwelche, nicht eindeutig zuzuordnenden Symptome haben, die Ihr gesundheitliches Wohlbefinden stören, dann könnten Sie fragen, ob auch Sie ein „Histamin-Thema“ haben. Wie Sie das herausfinden können? Ganz einfach mit Hilfe der bisher von mir vorgestellten Testmethoden. Diese Methoden finden Sie unter der Kategorie „Übungen“ oder auch in meinem Coaching-Blog in den Folgen 25 und 26.

Im nächsten Artikel erkläre ich die genauen Ursachen eines erhöhten Histaminspiegels und gehe auf verschiedene Behandlungsmöglichkeiten ein.

Und wenn ich Ihnen in der Zwischenzeit helfen kann, bin ich wie immer gerne für Sie da.

Es grüßt Sie herzlich
Ihre Susanne Witschas

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